Canoafolk - Kulturen vereint im Tanz

„Das Kanu ist ein Boot, das durch menschliche Kraft bewegt wird. Es transportiert Geschichten, Wissen und Traditionen und verbindet Völker, die weit entfernt vom Ufer leben.“

Die Metaphorik vom Kanu umschreibt das Hauptmotiv von Canoafolk: Brücken bilden für den kulturellen Austausch hier in Europa durch den Tanz.

Auf dieser Seite findet ihr alle Tanzstile und Aktivitäten, die wir anbieten.

UNSER ZIEL

ist es, die Reichhaltigkeit der Tänze Kolumbiens in Deutschland und in Europa bekannt zu machen und Vorurteile gegenüber Kolumbien abzubauen.

UNSERE VISION

ist es, Canoafolk dabei als wichtige Säule zu etablieren.

UNSERE ABSICHT

ist es, kolumbianische Tänze zu lehren und verbreiten, in dem wir in unserer Gruppe Menschen jedes Alters und unterschiedlicher Nationalitäten integrieren. 

SPEZIELLE ANGEBOTE

  • Wir bieten unterschiedliche Folklore-Tänze an für Anfänger und Fortgeschrittene.
  • Wir nehmen an Kulturveranstaltunge, Festivals und Ereignissen teil in Deutschland und Europa.
  • Wir schaffen Raum für Erholung und Gespräche um die Verbindungen und das Verständnis zwischen Kolumbien und Deutschland zu verbessern.

 

KOLUMBIANISCHE TÄNZE

Die Folklore-Tänze Kolumbiens haben eine dreifache ethnischen Herkunft. Sie vereinen Musik und Tanz der indigenen Menschen Südamerikas mit denen aus Europa und Afrika.

Unser Repertoire schließt Tänze aus der pazifischen und karibischen Region Kolumbiens ein. Zukünftig wollen wir auch Tänze aus den Anden und aus den Llanos orientales, den östlichen Ebenen des Landes einstudieren. Die Kostüme fertigen wir in Berlin an, die Accessoires kommen direkt aus Kolumbien.

Cumbia

bailarines de cumbia colombiana

Die Cumbia ist einer der populärsten Rhythmen Lateinamerikas. Canoafolk interpretiert ihn nach einer der ältesten Quellen, die aus der Karibikküste stammt. Es ist eine Verschmelzung aus Freude und ungestümer afrikanischer Trommel mit einem Hauch von Melancholie produziert durch die Kuisi, Tolo oder der Gaita Colombiana, einer Flötenart, die von den indigenen Völkern der Cunas und Koguis stammt. Die Tracht hat eindeutig spanischen Einfluß, die Frauen tragen Röcke mit Spitzengewebe und Kopfschmuck aus Blumen.

Gaita

Der Rhythmus der Gaita ist abgeleitet von der Cumbica, in der Choreografie spiegelt sich die Arbeit auf dem Land: Von der Vorbereitung des Bodens bis zur Ernte und dem anschließenden Verkauf auf dem Markt.

Las actividades estan repartidas por géneros. Los hombres preparan y siembran; las mujeres cosechan, preparan los productos para después, junto con los hombres, venderlos en el mercado.

Jota Chocoana

jota chocoana

Die Jota chocoana ist eine Übernahme der Jota española, die die Afrikaner mit ihrer Freude und Körperlichkeit prägten. Es ist ein komplexer und variantenreicher Tanz von mindestens vier Paaren. Diese begrüßen sich, und stoßen während des Tanzes freudige Rufe aus. Die Frauen tragen dabei einen Turban und tanzen barfuß, im Stil der damaligen Sklavinnen.

Tanz der Indios Farotos

la danza de los indios farotos

Dieser Tanz stammt aus den Indigenen Dörfern am Ufer des Magdalena-Flusses, Kolumbiens größtem Fluss. Die Tanzpaare flechten durch ihre Bewegung um einen Stamm ein komplexes Band und lösen es anschließend wieder auf. Es ist eine Würdigung der Handarbeiten der indigenen Gemeinschaften.

Merecumbé

danza merecumbé

Ein typisch kolumbianischer Tanz, der in den 50er Jahren von Francisco „Pacho“ Galán geschaffen wurde, in dem Cumbia und Merengue verschmelzen. Es ist ein Salontanz, die Kostüme sind schlank und elegant. Der Rhythmus wurde so populär, dass er sich über ganz Lateinamerika verbreitete.

Puya Vallenata

Der Puya Vallenata ist ein Rhythmus, der mit dem Akkordeon gespielt wird. Das Charakteristische ist die fröhliche Tonlage und die Geschwindigkeit. Die Tänzerinnen formen dabei Reihen und Linien. Die Hände bewegen sich in Höhe der Brust, begleitet von ausufernden, schnellen Hüftschwüngen und trippelnden Tanzschritten, was die Puna zu einem vibrierenden und attraktivem Tanz macht.

Tambora

 Bailarines de Tambora colombiana

Dieser Tanz kommt aus den Tiefebenen der Momposina, einer Region am Magdalena-Fluß. Er wird auch als „Baile caneao“, als singender Tanz bezeichnet, da einige Verse durch die Paare in pantomimischer Form interpretiert werden. Bei diesem Tanz umkreisen sich die Paare, nähern sich an und entfernen sich, die Füße bleiben immer in Kontakt mit dem Boden, sie verbeugen sich voreinander und folgen beim Tanzen der Form einer Acht. Daneben spielen die Frauen mit ihrem Rocksaum, die Männer sind galant und flirten.

 Gestalten des Karnevals

danza del congo carnaval de Barranquilla

Auf der Basis berühmter Rhythmen des Karnevals von Barranquilla haben wir Schritte und Figuren kombiniert mit Elementen aus der Puya, dem Garabato und dem Mapalé als Homenage an diesen berühmtesten aller kolumbianischen Karnevals. Dazu gibt es sehr unterschiedliche Kostüme. Angeführt wird der Tanz durch ein Paar mit Kostümen des sogenannten Kongo-Tanzes.

 

WEITERE AKTIVITÄTEN

ensayos de danza canoafolk, folclor colombiano

Kostenloser Tanzunterricht

Jedes Wochenende treffen wir uns im Bethanienhaus und im Theater-SpielRaum - mitten im Zentrum des kulturellen Lebens in Berlin, um unsere Kenntnisse zu verbessern. Im Sommer tanzen wir auch draußen. Der Unterricht ist kostenlos, wir bitten aber um Spenden für die Raumm.iete. Er ist offen für Anfänger und Fortgeschrittene. Wer also Lust hat, soll uns schreiben. Du findest uns auch auf Facebook.

Live Vorführungen

Canoafolk tanzt auch auf Festivals, zum kolumbianischen Nationalfeiertag und auf dem Karneval der Kulturen. Seit 2016 sind wir dort vertreten, jedes Jahr kommen rund 800 000 Besucher.

Anfertigung und Verleih von Folklore-Kostümen

Zur Unterstützung von Canoafolk bieten wir auch einen Verleih unserer Trachtenkostüme an. Diese sind in Berlin hergestellt mit Original-Materialien aus Kolumbien.

ROCIO KLUG CORREA

Leiterin von Canoafolk

„Seit ich denken kann ist der Folkloretanz meine Leidenschaft gewesen. Und jetzt seitdem ich in Deutschland wohne, ist es mir besonders klar geworden, dass ich meine Erfahrungen und Kenntnisse an alle Interessierten weitergeben möchte. Meine Erfahrungen habe ich als Leiterin der Folklore-Gruppe der Universität in Cartagena gesammelt und später als Tänzerin der Gruppe „Calenda de Getsemani“. 

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